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News-Blog

Drei Alternativen Ihr Unternehmen erfolgreich zu verkaufen

Dienstag, 06.06.2017

Der Unternehmensverkauf und dessen Vorbereitung ist einer der wichtigsten strategischen Entscheidungen im gesamten Unternehmerleben. Ein Verkauf wird dabei zum Teil als mehrjähriges Projekt durchgeführt, kann aber auch plötzlich aufgrund wirtschaftlicher oder persönlicher Umstände des Inhabers eine kurzfristige Notwendigkeit werden. In Fachzeitschriften und von renommierten Beratungsunternehmen wird immer wieder darauf hingewiesen, dass die Option für einen Unternehmensverkauf zu jedem Zeitpunkt gegeben sein muss. Die Veräußerung ist ein langwieriger Prozess, der gut geplant und klar strukturiert sein muss, um einen möglichst hohen Verkaufspreis erzielen und gleichzeitig den Bedürfnissen des Käufers gerecht werden zu können. Im Folgenden möchten wir Ihnen einen Überblick geben, was Sie beim Verkauf Ihres Unternehmens beachten sollten und wie, respektive auf welchem Wege, Sie Ihr Unternehmen möglichst effizient veräußern.

Der Veräußerungsprozess

Für einen erfolgreichen Unternehmensverkauf und um möglichst schnell eine Einigung zwischen allen Beteiligten zu erzielen, müssen klare Abläufe für den Verkaufsprozess definiert werden. Ein gut ausbalanciertes Maß an Transparenz gegenüber Mitarbeitern, Lieferanten, Kunden und potentiellen Käufern ist dabei essentiell. Der gesamte Veräußerungsprozess wird vom Deutschen Institut für Unternehmensnachfolge mit 40 – 50 Wochen angesetzt und kann in vier Phasen untergliedert werden.

1. Vorbereitung

In der Phase der Vorbereitung muss eine Wertanalyse des Unternehmens durchgeführt werden. Ziel dabei ist es einen realistischen Unternehmenswert zu kalkulieren und Argumente zu definieren, die den Marktwert unterstreichen. Anhand aussagekräftiger Argumente kann der maximale Wert ermittelt werden. Des Weiteren liefert die Analyse eine Zahlenbasis für die Bewertungen der Käufer. Nach der Vorbereitungsphase ist der Unternehmer in der Lage, sein bewertetes Unternehmen ausgewählten Investoren mit aussagekräftigen Argumenten zu präsentieren.

2. Ansprache und Auswahl

In der zweiten Phase, werden Investoren gezielt angesprochen. Dabei ist es wichtig eine hohe Vertraulichkeit der sensiblen Daten zu gewährleisten. Ausgewählte Investoren können sich anhand eines ausführlichen Exposés oder Information Memorandum über das Unternehmen erkundigen. Auch sollte potenziellen Käufern die Möglichkeit eingeräumt werden, den Unternehmer beziehungsweise das Management persönlich kennenzulernen.

3. Due Diligence

Die Phase des Due Diligence gibt explizit ausgewählten Investoren die Möglichkeit das Unternehmen objektiv zu beurteilen. Dafür werden dem potenziellen Käufer alle relevanten Zahlen und Fakten über das Unternehmen zur Verfügung gestellt. Die Käufer überprüfen dabei außerdem die bereits angegebenen Daten aus den ersten beiden Phasen. Es sollen Informationsasymetrien zwischen Verkäufer und Käufer überwunden werden.

4. Verhandlung und Abschluss

In der finalen Phase werden die Vertragsbedingungen ausgehandelt und es wird, durch Unterstützung eines Beraters, versucht die Kritikpunkte des Käufers zu neutralisieren, um ein optimales Ergebnis für den Verkäufer zu ermöglichen.

Drei Alternativen für den Verkauf

Nach der Vorbereitungsphase müssen Investoren auf das Angebot aufmerksam werden. Es gibt grundsätzlich drei Wege ein Unternehmen zu veräußern.

1. Selbstständige Veräußerung

Wer versucht sein Unternehmen komplett auf eigene Faust zu verkaufen, wird schnell an seine Grenzen stoßen. Der Unternehmensverkauf ist ein hochgradig zeitintensiver Prozess, für den ein hohes Maß an Expertise benötigt wird. Bei einer selbstständigen Veräußerung leidet fast immer das operative Geschäft und dadurch wird der Wert des Unternehmens sinken. Für größere Betriebe gibt es die Option ein kompetentes Projektteam zusammenzustellen, die jedoch für mindestens 40 Wochen für das Projekt „Unternehmensverkauf“ freigestellt werden müssen.

2. Veräußerung durch ein Beratungsunternehmen

Es gibt zahlreiche Beratungsgesellschaften, die sich auf den Unternehmensverkauf spezialisiert haben. Viele bieten Komplettlösungen, von der Vorbereitung bis zur Vertragsgestaltung, an. Wenn ein Unternehmen kurzfristig, beispielsweise aus persönlichen Gründen des Inhabers, verkauft werden muss, kann der Verkauf über ein Beratungsunternehmen eine gute Alternative sein. Der Nachteil ist jedoch der sehr hohe Preis. Der überwiegende Großteil der Unternehmen verfügt nicht über die finanziellen Mittel um diesen Preis zu bezahlen. Neben dem hohen Preis schafft eine Veräußerung durch Dritten starke Abhängigkeiten. Ferner ist die vollständige Veräußerung durch ein Beratungsunternehmen nicht immer notwendig. Viel mehr kann ein Trade-Off zwischen Beratung und selbstständiger Veräußerung sinnvoll sein.

3. Trade-Off Lösung

Eine kostengünstige und effiziente Alternative Ihr Unternehmen erfolgreich zu verkaufen, ist jeweils das Beste aus selbstständigem Verkauf und Beratung zu ziehen. So können Sie für komplexe und/oder zeitintensive Tätigkeiten wie der Unternehmensbewertung oder der Risikoanalyse ein Beratungsunternehmen zur Unterstützung beauftragen. Die wichtigen Tätigkeiten, wie die Investorensuche, Verhandlung und/oder Vertragsgestaltung können sie selbst in die Hand nehmen. Für die Investorensuche bietet getinvest24.de eine kostengünstige und effiziente Lösung. Haben Sie alle notwendigen Unterlagen zusammengestellt, bietet Ihnen getinvest24.de die Möglichkeit Ihr Unternehmen gezielt potentiellen Käufern zu präsentieren und die Stärken und Vorteile Ihres Unternehmens multimedial zu verdeutlichen.


Unternehmer der Zukunft - Wer sie sind und was sie wollen

Dienstag, 04.04.2017

Generation Y 

Die Generation Y, ausgesprochen "Why", ist die Generation der zwischen 1980 und 1995 Geborenen. Die Bezeichnung soll verdeutlichen, dass diese Generation auf der Suche nach einem Sinn ist, für das was sie tut oder auch nicht tut. Ohne wirtschaftliche, politische oder gesellschaftliche Defizite aufgewachsen, sind sie auf der Suche nach Werten die dem Leben und Arbeiten einen Sinn geben. Ihnen geht es nicht darum wie viel sie verdienen, sondern vielmehr um die Aufgaben auf die sie ihre Energie verwenden. Und eben diese Generation ist die nächste Unternehmergeneration. 
Wer es schafft als Unternehmer oder Führungskraft seinen Mitarbeiter das Gefühl zu geben, Teil des Großen und Ganzen zu sein und dass es sinnvoll ist woran man gemeinsam arbeitet, kann unmittelbar davon profitieren. Bietet ein Unternehmen Identifikation, gemeinsame Werte und Sinnhaftigkeit, bekommt es im Gegenzug von seinen Mitarbeitern Engagement, Motivation sowie Loyalität und vermeidet Fehltage und Mitarbeiterfluktuation. 

 Drei Fragen um Sinn zu stiften 

  • Was mache ich und warum? 

  • Was ist mir wichtig? 

  • Was will ich hinterlassen? 

Sich nur an Kennzahlen, Bilanzen und der Konkurrenz zu orientieren, schafft keine Basis für einen gemeinsamen Erfolg. Eine Sichtweise, die vor allem von außen geprägt ist, reicht der neuen Mitarbeitergeneration nicht mehr. Die Mitarbeiter wollen mit ihren Bedürfnissen gesehen werden und zugleich Einblick in die Motive der Unternehmensleitung erhalten. Es ist ein gegenseitiges "Sich-Öffnen" gefordert, die eine Brücke zwischen äußeren Vorgaben und inneren Werten sowie zwischen persönlichen Motiven und übergeordneten Zielen schafft. Es muss also die Innenwelt der Mitarbeiter und des Unternehmens berücksichtigt werden.

Ein Diplomat ist hierbei ein passender Vergleich. Der Diplomat berücksichtigt in seinem Handeln stets vorhandene Werte, versucht Sinn zu sehen und zu stiften sowie emotionale Verbundenheit zu erzeugen. Er arbeitet sowohl idealistisch als auch mit Geduld und Loyalität, Wertschätzung und Wohlwollen. Auf diese Weise und mit diesen Werten könnte die Führung von Mitarbeitern der Generation Y, der Generation der Zukunft funktionieren.

Mehr als nur Helfer 

Wirtschaftlicher Erfolg hängt immer unmittelbar von den Personen ab, die wirtschaftliche Leistung erbringen. In Zukunft wird diese Leistung von Personen erbracht, die überzeugt sind von dem was sie tun und dass sie damit das Richtige tun und folglich ihrer Tätigkeit mit Freude nachgehen. Maßgeblich für eine Sinnstiftung ist, dass dieser immer eine individuelle Erfahrung von Freude und Erfüllung zu Grunde liegt. Diese Erfahrung kann von Unternehmern und Führungskräften geschaffen werden, indem sie einen Sinn erkennen in dem was sie tun und Sinn stiften in dem was sie andere tun lassen. 

 Selbstreflexion 

Der erste Schritt zum Erfolg heißt Eigenverantwortung. Dabei ist es irrelevant ob sie Mitarbeiter oder Führungskraft sind. 

Mit folgenden Fragen können Sie sich selbst prüfen. Wer diese Fragen durchdenkt und für sich ehrlich beantwortet, findet erste Ansätze für den persönlichen Erfolg. 

  • Fühlen Sie sich mit ihrem Unternehmen verbunden? 

  • Wie schätzen Sie ihre eigene Arbeit wert? 

  • Wo wollen Sie hinkommen? 

  • An welchen Werten orientieren Sie sich und welche sind ihnen wichtig? 

  • Wodurch ist ihre innere Haltung gekennzeichnet? 

  • Was bedeuten ihre Antworten für Ihr näheres Umfeld? 

Nur wer sich selbst reflektieren kann, kann bewusst in offene Dialoge gehen und dadurch Verbundenheit zu anderen herstellen sowie ein erfolgreiches und offenes Miteinander erzeugen, aufbauen und konstituieren.


Mehr als nur Rendite - So entscheiden Investoren!

Dienstag, 28.02.2017

Per Definition ist ein Investment unmittelbar mit der zu erwartenden Rendite verbunden. Doch vor allem Investoren die ihr Geld in Start-Ups und junge Unternehmen stecken, sehen in Ihrer Investition mehr als nur die nackte Rendite. Entscheidungsprozesse von Investoren sind durch vielfältige harte und weiche Faktoren gekennzeichnet. Im folgenden Beitrag werden, die für Investoren wichtigsten Faktoren, bei der Entscheidung für oder gegen ein Investment vorgestellt. Diese Faktoren können dabei in fünf grobe Bereiche untergliedert werden.

Vorher ist jedoch zu berücksichtigen, dass nicht alle Investoren gleich agieren und entscheiden. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Verhaltensmuster. Grundsätzlich kann man jedoch eine Reihe an Faktoren anführen, die alle Investoren zwangsläufig berücksichtigen müssen. Die Priorisierung dieser Faktoren kann aber je nach betrachtendem Investor oder Investment stark abweichen.

Management & Führung

Start-Ups und auch bereits etablierte Unternehmen stehen und fallen mit ihrem Management. Für Investoren sind daher die Charakteristika des Managements oft von hoher Bedeutung. Dabei geht es darum, welche Kompetenzen sowohl fachlich als auch menschlich die Führungsriege aufweist. Passt das Team zusammen, ergänzen sich die Charaktere, wie fähig ist das Team zusammen zu arbeiten, in welcher (persönlichen) Beziehung stehen die Mitglieder zueinander? All das sind Fragen, die sich Investoren stellen. Oftmals ist hier der erste Eindruck entscheidend. Junge Unternehmen, die erst wenig Zahlen, wie einen steigenden Umsatz vorweisen können, müssen sich durch ihre Führungspersönlichkeiten zu behaupten wissen. Grundsätzlich gilt jedoch: Kein Investor investiert in ein Unternehmen, von dessen Führung er nicht überzeugt ist.

Businessplan

Eng verknüpft mit den Kompetenzen der Gründer ist der Businessplan. Als erstes Arbeitspapier der Unternehmensführung dient der Businessplan Investoren nicht nur dazu das Geschäftsmodell zu beurteilen, sondern vielmehr auch dazu die Fähigkeiten und Kompetenzen des Managements einzuschätzen. Der Businessplan lässt unter anderem Rückschlüsse darauf zu, ob die Unternehmer strukturiert arbeiten, wie genau sie arbeiten, ob sie die Situation realistisch einschätzen können und wie zielorientiert sie denken. Wurden alle kritischen Faktoren, die das Unternehmen betreffen, ausreichend berücksichtigt? Weißt der Businessplan eine klare und einleuchtende Struktur auf? Sind die Unternehmer überzeugt von ihrem Konzept und behalten gleichzeitig eine objektiv kritische Sichtweise? Für viele Investoren ist ein qualitativ hochwertiger und schlüssiger Businessplan Voraussetzung für eine Investition.

Kennzahlen

Neben dem „Zwischen den Zeilen lesen“, sind natürlich auch die harten Faktoren eines Businessplans von großer Bedeutung. Wenn das Unternehmen bereits am Markt aktiv ist, sind aktuelle und vergangenheitsbezogene Zahlen von Interesse, wobei die prognostizierten Zahlen aus dem Businessplan weiter eine entscheidende Rolle spielen. Der Fokus hierbei liegt auf der Analyse der finanzwirtschaftlichen Kennzahlen. Neben den Umsatz- und Rentabilitätsgrößen wird die Bilanz, die GuV und der zukünftige Cash-Flow prognostiziert sowie deren Zusammensetzung untersucht. Die Liquiditätsplanung wird dabei immer unter Einbezug der Investitionsplanung bewertet. Kennzahlen bilden die Basis für die Rentabilitätsrechnung der Investoren.

Markt und Wettbewerb

Ein weiteres wichtiges Kriterium für Investoren ist die Markt- und Wettbewerbsanalyse. Wo im Wertschöpfungsprozess ergeben sich die Vorteile gegenüber den Konkurrenten (bspw. neue Technologien oder verbesserte Vertriebsstruktur)? Wie groß ist das Wachstumspotenzial des Marktes? Wie weitreichend sind die Abhängigkeiten von Dritten? Dabei gibt es sowohl Investoren, die nur in einigen wenigen Märkten aktiv sind und andere die in einen breit gefächerten Blumenstrauß von Märkten investieren. Wobei wachsende, attraktive Märkte oft schnell auch marktfremde Investoren anlocken.

Unternehmensstruktur

Die aktuelle Struktur eines Unternehmens ist die Grundlage für die die weitere Entwicklung. Dazu zählen neben der Personal- und Organisationsstruktur auch die Produktpalette, die Supply-Chain und die rechtlichen Rahmenbedingungen. Wie gut ist das Unternehmen aufgestellt? Ist ausreichend und qualifiziertes Personal mit an Bord? Wie sieht die IT-Infrastruktur im Unternehmen aus? Wie innovativ ist das Produkt und wie anfällig ist es gegenüber Substitutionsprodukten der Konkurrenz? Auf welcher Basis steht die Finanzierung des Unternehmens? Gibt es bereits Beteiligungen oder Verträge mit langen Laufzeiten? Bei jungen Unternehmen kann diese Analyse deutlich kürzer ausfallen, als bei bereits etablierten Unternehmen.

Fazit

Die aufgezeigten Faktoren, geben einen guten Überblick über die wichtigsten Faktoren, welche Investoren dazu bewegen sich für oder gegen eine Investition zu entscheiden. Vor allem Start-Ups und jüngere Unternehmen sollten die vorgestellten Faktoren und Fragen verinnerlichen und umfassend beantworten können. Nur wer weiß auf welcher Basis Investoren handeln, kann zielführend in Gespräche gehen.


Start-Up Studie: Berlin bekommt Konkurrenz!

Sonntag, 05.02.2017


(Quelle: Ernst&Young, Start-Up Barometer Deutschland)

Die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst &Young hat den neuen Start-Up Barometer veröffentlicht. Eine umfassende Studie zu den aktuellen Trends und Entwicklungen der Start-Up Szene und Gründerkultur in Deutschland. 

Es lassen sich vor allem bezogen auf Standorte interessante Entwicklungen entnehmen. So wurde untersucht ob Bayern bald Berlin als Start-Up Hotspot überholt? Wie steht Deutschland im europäischen Vergleich da? Wie haben sich Deals und Beteiligungen im vergangenen Jahr entwickelt? 

Städteranking Europa

Bild 

(Quelle: Ernst&Young, Start-Up Barometer Deutschland) 

Paris, London und Berlin sind mit Abstand die Start-Up Hot Spots in Europs. Im Vergleich zu 2015 sind in allen drei Städten die Risikokapitalinvestitionen angestiegen. London überholt Berlin! London 2015 noch auf Rang drei, kann die Anzahl der Finanzierungsrunden binnen eines Jahres nahezu verdoppeln. London ist nun vor Berlin, da Berlin 2016 nur wenig im Vergleich zum Vorjahr zulegen konnte. Deutschland ist mit Berlin auf Platz drei, München an fünfter Position und Hamburg auf Rang acht, dreimal in der europäischen Top Ten vertreten. 

Doch allein die Anzahl der Deals zu betrachten wäre nur die halbe Wahrheit. Interessant ist das dahinterstehende Investitionsvolumen.